Igor Strawinsky (1882 – 1971)
Monumentum pro Gesualdo di Venosa für Orchester nach 3 Madrigalen (1960)
1. Asciugate i begli occhi (V. Buch)
2. Ma tu, cagion di quella (V. Buch)
3. Beltà poi che t’assenti (VI. Buch)
Die Bearbeitung dreier Madrigale des italienischen Renaissancekomponisten Don Carlo Gesualdo (ca. 1561-1613) für kleines, gemischtes Instrumentalensemble entstand 1960 in Hollywood. Die Kompositionen von Gesualdo sind gekennzeichnet durch ihre exzessive und den damaligen Kompositionsregeln nur bedingt entsprechende Chromatik, was Gesualdo vielfach als Dilettantismus eingetragen hat. Strawinsky beschäftigte sich seit Beginn der 50er Jahre mit der Musik und der bizarren Biographie des sagenumwobenen Fürs ten, der in einem Eifersuchtsanfall die Ermordung seiner Frau und ihres Liebhabers befohlen haben soll.Die drei fünfstimmigen Madrigale des Monumentum sind den 1611 erschienenen Drucken des V. und VI. Madrigalbuchs entnommen.
«Ich fand drei Stücke, die ich mir in instrumentaler Fassung zumindest vorstellen konnte. Nachdem die geeigneten Stücke einmal gefunden waren, bestand mein erstes Problem darin, die passenden instrumentalen Register und Texturen auszuwählen und abzugrenzen. Mein zweites Problem hatte mit den Unterschieden zwischen stimmlichen und instrumentalen Farben zu tun: Die Musik konnte natürlich nicht einfach für Instrumente umgeschrieben werden, sondern musste gänzlich neu erdacht werden.» (Igor Strawinsky)
Hans Pfitzner (1869 – 1949)
Kleine Symphonie op. 44 (1939)
Gottfried von Einem (1918 – 1996)
„Philadelphia-Symphony“ op. 28 (1961)
Franz Schubert (1797 – 1828)
Symphonie Nr. 5 B-Dur DV 485 (1816)
Konzertvereinigung im Wiener Konzerthaus
Dirigent:
Tiziano Duca
